Mieten oder Kaufen: Ratgeber mit Break-even-Beispiel
Redaktion KreditImmo · 03.07.2026 · Stand: Juli 2026
Dieser Ratgeber mit Break-even-Beispiel zu Mieten oder Kaufen zeigt, warum die Antwort nicht von einer Faustregel abhängt, sondern von Horizont, Mietsteigerung, Finanzierungskosten und Vermögensaufbau durch Tilgung. Der Mietkaufrechner auf KreditImmo modelliert beide Wege über viele Jahre und macht Break-even-Szenarien nachvollziehbar. Er erklärt die fünf Eingaben und ein ETW-Beispiel — ergänzt den Ratgeber Mieten oder kaufen: Rechner & Break-even, nicht den Vertragstyp Mietkauf vs. Baufinanzierung.
Kaltmiete eingeben: Aktuelle Monatsmiete der Vergleichswohnung — ohne Betriebskosten, wenn Sie diese separat modellieren.
Mietsteigerung annehmen: z. B. 2 % p.a. — Sensitivität mit 1 % und 3 % mitdenken.
Kaufpreis & Finanzierung: Objektpreis, Eigenkapital, Sollzins (z. B. 3,8 %) und Tilgung (z. B. 2 %) — Kaufnebenkosten extra.
Laufende Eigentümerkosten: Hausgeld, Instandhaltung (z. B. 1–1,5 €/m²) und ggf. Grundsteuer — nicht nur die Kreditrate.
Horizont wählen & vergleichen: z. B. 15 Jahre — Break-even-Kurve, Tilgungsvermögen und kumulierte Miete ablesen.
Wichtig: Der Mietkaufrechner vergleicht Miete vs. Eigentum mit Baufinanzierung. Ein Mietkauf-Vertrag (Miete plus späterer Kauf aus dem Vertrag) ist ein anderes Modell — dazu der Ratgeber Mietkauf vs. Baufinanzierung, nicht dieser Rechner.
Das Kauf-Szenario im Detail prüfen Sie im persönlichen Finanzierungsrahmen kostenlos ermitteln (ohne Anmeldung) — Rate, Nebenkosten und Förderbausteine für ein konkretes Objekt. Unser interaktiver Rechner gleicht die Zinsen von über 400 Banken live ab, berücksichtigt Förderungen (KfW/NRW.BANK) automatisch und spart Nutzern im Durchschnitt 4.596 € pro Jahr — unverbindlich und ohne Registrierungszwang.
Das Wichtigste auf einen Blick
Mietkaufrechner = Miete vs. Kauf über Zeithorizont — inkl. Mietsteigerung & Tilgung.
Break-even ist ein Szenario — kein festes Datum und keine Kaufempfehlung.
Tilgung = Vermögensaufbau — nicht 1:1 mit Miete vergleichen.
≠ Mietkauf-Vertrag: Rechner modelliert klassische Finanzierung, nicht Mietkauf-Modell.
Einführung: Zahlen statt Bauchgefühl
„Die Rate ist fast wie die Miete" — ein häufiger Satz, der Tilgung, Nebenkosten, Instandhaltung und Mietsteigerung über Jahre ausblendet. Der Mietkaufrechner strukturiert die Entscheidung: Sie sehen, wie sich Miete und Eigentümerbelastung unter Ihren Annahmen entwickeln und wann sich die Kurven annähern.
Ob Kaufen sich lohnt, hängt auch von Lebensplanung, Flexibilität und Wertentwicklung ab — der Rechner liefert Rechengrundlagen, keine Empfehlung. Wer zuerst die Tragbarkeit klären will, startet beim Budgetrechner: Was kann ich mir leisten?
Die Grafik zeigt das Prinzip: Miete steigt mit der Zeit — Eigentümerkosten setzen sich aus Rate, Betrieb und Instandhaltung zusammen, während Tilgung Vermögen aufbaut. Der Schnittpunkt ist Ihr Break-even-Szenario, nicht die Wahrheit für alle Fälle.
Was der Mietkaufrechner berechnet
Der Rechner ist auf den Vergleich Miete vs. klassischer Immobilienkauf ausgelegt. Typische Eingaben und Ergebnisse:
Kaltmiete und Mietsteigerung p.a.
Kaufpreis, Eigenkapital, Zins und Tilgung
Betriebskosten und Instandhaltung als Eigentümer
Wählbarer Zeithorizont (z. B. 5, 10, 15, 20 Jahre)
Kumulierte Miete vs. Eigentümerkosten, Tilgungsvermögen, Break-even
Die Bank prüft zusätzlich Belastbarkeit und Eigenkapital — Orientierung bietet die BaFin zum Immobilienkredit. Ein Rechner ersetzt keine Finanzierungszusage.
Die Schritte entsprechen dem Einstieg im Rechner — von der aktuellen Miete bis zum gewählten Vergleichszeitraum.
Mietkaufrechner vs. Mietkauf-Vertrag
Der Name „Mietkaufrechner" klingt nach dem Vertragsmodell Mietkauf — gemeint ist hier aber der Vergleich Mieten oder Kaufen mit normaler Baufinanzierung. Beim Mietkauf-Vertrag zahlen Sie Miete und erwerben schrittweise Eigentumsanteile nach Vertragslogik — andere Kosten, Risiken und Exit-Optionen.
Beispielrechnung Juli 2026 — exakte Kurven im Mietkaufrechner prüfen.
Interpretation: Die Eigentümerbelastung startet deutlich über der Kaltmiete — der Vergleich lohnt sich erst über längere Horizonte und unter Berücksichtigung von Tilgung und ggf. Wertentwicklung. Wer nur Rate und Miete vergleicht, übersieht Instandhaltung und Mietsteigerung.
Praxisnah: Im Praxisbeispiel Eigentumswohnung in Dortmund sehen Sie, wie ein Single Budget, Nebenkosten und Finanzierung für eine ETW strukturiert — vergleichbar für die Kauf-Seite des Vergleichs.
Bei 1 % Mietsteigerung statt 2 % sinkt die kumulierte Miete über 15 Jahre von ca. 228.000 € auf ca. 206.000 € — der Vorteil von Mieten wird kleiner. Bei 3 % steigt sie auf ca. 252.000 € — Kaufen wird unter gleichen Finanzierungsannahmen relativ attraktiver, bleibt aber von Zins und Instandhaltung abhängig.
Bei +0,5 % Zins (4,3 % statt 3,8 %) steigt die Monatsrate bei gleicher Tilgung von ca. 1.607 € auf ca. 1.742 € — der Eigentümer-Vorteil verschiebt sich nach hinten. Immer ein Stress-Szenario durchrechnen.
Die Grafik zeigt, wie stark der Miet-Vorteil von der Mietsteigerungsannahme abhängt — pauschale Faustregeln („nach 7 Jahren lohnt es sich") greifen zu kurz.
Das Video ordnet ein, welche laufenden Kosten Eigentümer zusätzlich zur Kreditrate einplanen sollten — ein zentraler Unterschied zum Mietvergleich.
Mietkaufrechner vs. Immobilienfinanzierungsrechner
Typischer Funnel: Mietkaufrechner → Budgetrechner (Tragbarkeit) → Immobilienfinanzierungsrechner mit Exposé und Förderbausteinen.
Häufig gestellte Fragen
Was rechnet der Mietkaufrechner?
Er vergleicht Mieten und Kaufen über einen wählbaren Zeithorizont: Kaltmiete inklusive Mietsteigerung gegen Kreditrate, Nebenkosten, Instandhaltung und Vermögensaufbau durch Tilgung. Ergebnis sind Break-even-Szenarien — keine Kaufempfehlung.
Mietkaufrechner vs. Mietkauf-Vertrag?
Der Rechner modelliert Miete vs. Eigentum mit klassischer Baufinanzierung. Ein Mietkauf-Vertrag ist ein spezielles Vertragsmodell — dazu der Ratgeber Mietkauf vs. Baufinanzierung.
Wie funktioniert Break-even?
Break-even entsteht, wenn vergleichbare Wohnkosten oder kumulierte Ausgaben sich annähern. Horizont, Mietsteigerung, Zins, Tilgung und Instandhaltung ändern das Ergebnis — Tilgung ist Vermögensaufbau, nicht Miete.
Welche Annahmen eingeben?
Realistische Kaltmiete, Mietsteigerung, Kaufpreis, Eigenkapital, Zins, Tilgung, Betriebskosten und Instandhaltung. Stress-Szenarien mit höherem Zins und Mietsteigerung mitdenken.
Mietkaufrechner vs. Immobilienfinanzierungsrechner?
Der Mietkaufrechner vergleicht Miete und Kauf über die Zeit. Der Immobilienfinanzierungsrechner rechnet ein konkretes Kaufobjekt inklusive Nebenkosten und Förderung — wenn Sie sich für Kaufen entschieden haben.
Fazit
Mieten oder kaufen lässt sich nicht pauschal beantworten — der Mietkaufrechner liefert Szenarien mit Mietsteigerung, Eigentümerkosten und Tilgungsvermögen. Klären Sie Tragbarkeit separat und verwechseln Sie den Rechner nicht mit dem Mietkauf-Vertrag.
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